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Grundlagen guter Geschäftsideen

Geschrieben am Juli 25, 2010 |

Ich besuchte kürzlich einen Vortrag von Christian Lehmann, Mitarbeiter an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth und u.a. langjähriger Gründungsberater, zu dem Thema “6 Kriterien guter Geschäftsideen”. Diese sind an das Buch “Kopf schlägt Kapital” von Prof. Dr. Günter Faltin angelehnt und beschreiben die Eigenschaften, welche ein gutes Unternehmenskonzept haben sollte.

Natürlich lässt sich auch mit weniger ausgereiften Ideen und Konzepten ein Unternehmen gründen, aber unter dem heutigen (auch internationalem) Wettbewerbsdruck kann dies schnell zum Scheitern führen. Jede Idee sollte zu einem Konzept entwickelt und jedes Konzept sollte ständig verbessert werden, damit es dem ständigen Wandel folgt – und nicht mit der Zeit auf der Strecke bleibt.

Vorweg: Ist die Idee noch so ausgereift, jedoch kein Markt (wer ist bereit, dafür zu zahlen?) oder keine Gründerpersönlichkeit (passt die Idee zu meiner Person? kann ich andere davon überzeugen?) vorhanden, in der sie aufgehen kann, so lässt sie sich natürlich auch nicht umsetzen. Das sind die beiden Grundlagen, auf die nun aufgebaut werden kann:

  1. Die Idee muss besonders sein. Sie muss Individualität ausstrahlen. Am besten sowohl die Idee als auch der Gründer.
  2. Sie muss einen besonderen Mehrwert bieten: Was nützt es, wenn die Idee Potential hat, aber keiner bereit ist, dafür zu zahlen? Ein Mehrwert kann durch eine Problemlösung, eine besondere Funktion oder auch durch eine neue Verkaufskette entstehen.
  3. Darüber hinaus muss die Idee auch einzigartig sein. Dies könnte aber z.B. auch durch eine besondere Darstellung in der Werbung erreicht werden. Es kommt darauf an, eine Einzigartigkeit darzustellen – und nicht nur durch den Preis.
  4. Eine Nachhaltigkeit ist zwar bei Dienstleistungen besonders schwer zu erreichen, aber unbedingt anzustreben (bei Technologien ist es leichter möglich, seinen Vorsprung durch Weiterentwicklungen zu verteidigen). Hier könnte eine Vision helfen, auf die sich das Gründerteam konzentriert.
  5. Wenn es um Wachstum geht, sollte die Idee auch skalierbar, also z.B. auf ein größeres Team übertragbar sein. Im Optimalfall wachsen dann die Kosten nicht so stark, wie stark der Umsatz zunimmt, wenn man Erfolg hat.
  6. Last, but not least: Die Idee sollte nicht imitierbar sein. Dies ist besonders schwer. Ziel ist es, für Konkurrenten Hürden zu bauen, die sie nicht so leicht überwinden können, z.B. ein besonderer Zusatzservice. Eine schnelle Weiterentwicklung der Idee oder auch rechtlicher Schutz (Patente etc.) könnten hier helfen. Es ist Kreativität gefragt.

Der Vortrag könnte den Eindruck erwecken, dass es schier unmöglich ist, ein gutes Konzept zu entwickeln. Doch so ist es nicht. Zahlreiche Gründer haben ihren Weg gefunden, eine gute Idee zu verwirklichen, auch – und besonders – auf eine unkonventionlle Art und Weise. Die 6 Erfolgskriterien helfen, über sich und seine Idee (immer neu) nachzudenken. Ein perfektes Konzept gibt es ohnehin nicht.

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