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Entrepreneurship & Betriebswirtschaft

Geschrieben am Januar 6, 2010 |

Oft wird in der Literatur Entrepreneurship, die Wissenschaft von der Unternehmensgründung, als ein Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre definiert. Dies ist anscheinend nicht von der Hand zu weisen, da es bei der Unternehmensgründung schließlich auch um Wirtschaftsbetriebe geht, die optimal gestaltet werden sollen. Aus meiner Erfahrung halte ich diese Sichtweise allerdings für unzureichend. Die Betriebswirtschaftslehre besteht aus Teilbereichen wie

  • Logistik
  • Absatz
  • Finanzen
  • Rechnungswesen
  • Steuern
  • Personal

und vielem mehr. Es geht im Kern darum, bestehende Unternehmen zu optimieren, also zu verwalten. Der englische Begriff für BWL “business administration” beschreibt dies zutreffend.

Will jemand jedoch ein Unternehmen gründen, so steht und fällt dies mit der (ausgearbeiteten) Unternehmensidee, also dem Unternehmenskonzept. Die Betriebswirtschaftslehre beantwortet die Frage, ob dieses Konzept erfolgreich sein kann, aber nicht. Bei der Entwicklung eines guten Konzeptes geht es u.a. um gesellschaftliche Veränderungen und Marktentwicklungen. Mein neu gegründetes Unternehmen kann noch so gut verwaltet sein – wenn das Konzept nicht erfolgreich ist, ist die Insolvenz vorprogrammiert.

Entrepreneuership ist also vielmehr der Transfer der Betriebswirtschaftslehre und ein dynamischer Prozess. Die Entwicklung einer flüchtigen Idee zu einem innovativen unternehmerischen Konzept steht im Mittelpunkt (entrepreneurial design). Entrepreneurship ist das

  • Erkennen und Ergreifen von Marktchancen
  • Umsetzung in einem neuen Unternehmen
  • Koordinierter Einsatz von Ressourcen
  • Streben nach Gewinn
  • Kalkulierte Risikoübernahme

Quelle: L. Jacobsden, Wikipedia.

Literatur: “Kopf schlägt Kapital” von G. Faltin, Hanser 2008

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