Koordination von Organisationen
Geschrieben am Dezember 22, 2009 |
Organisationen entstehen dort, wo sich Menschen abstimmen und interagieren. Ganz grundlegend gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, diese Beziehungen zu koordinieren:
- Die Teilnehmer treffen auf einem Markt zusammen und beschließen individuelle Vereinbarungen (Verträge mit Leistung und Gegenleistung) über ihre Vorhaben. Dies wird marktliche Koordination genannt. Das Koordinationsinstrument ist der Preis, über den sich die Teilnehmer einigen müssen. Diese Marktbeziehungen sind zwar sehr konkret, aber auch kurzfristig, da sie immer neu abgestimmt werden müssen.
- Bei der hierarchischen Koordination gibt es ebenfalls diese Verträge, sie sind allerdings nur sehr grob formuliert und geben einen Rahmen vor (Hierarchie). Es wird darüber hinaus festgelegt, welche Partei diese Verträge konkretisieren und Leistungen fordern darf. Diese Partei ist dann der anderen übergeordnet. Das Koordinationsinstrument ist demnach die konkrete Anweisung, welche die übergeordnete Partei der untergeordneten geben darf. Diese Beziehungen sind langfristig angelegt.
Natürlich gibt es auch Zwischenformen dieser beiden Möglichkeiten, die alle das Ziel haben, den nötigen Abstimmungsaufwand so gering wie möglich zu halten.
Literatur: „Organisation. Theorie, Design und Wandel“ Jones, Bouncken (Pearson 2008)
Thema: Grundlagen, Organisation
Tags: abstimmung > hierarchie > koordination > markt > organisationen
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